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W   Lexikon der astronomischen Begriffe
Waage Sternbild (lat. Libra), Kurzbezeichnung Lib,
siehe auch Libra
Wandelsterne Die Wandelsterne sind unsere Planeten. In den alten Kulturen beobachtete man, dass die Sterne als fixe Punkte am Himmel verblieben und ihre Positionen zueinander nicht veränderten. Im Gegensatz dazu gab es fünf Lichtpünktchen, welche ihre Positionen veränderten. Das waren Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Im Gegensatz zu den "Fixsternen " nannte man sie deshalb "Wandelsterne".
Waldmeier Klassifikation
1938 von Max Waldmeier eingeführte Klassifikation von Sonnenflecken in acht Klassen. Bereits 1939 wurde es von W. Brunner um eine auf neun Klassen erweitert. Die Waldmeier Klassifikation ist heute das Standardschema für Sonnenfleckengruppen.
Waldmeier, Max Schweizer Astronom (1912- )
Walfisch Sternbild, (lat. Cetus), Kurzbezeichnung Cet
siehe auch Cetus
Wassermann Sternbild (lat. Aquarius), Kurzbezeichnung Aqr,
siehe auch Aquarius.
Wasserschlange Sternbild (lat. Hydra), Kurzbezeichnung Hya,
siehe auch Hydra
Wasserschlange, Kleine Sternbild (lat. Hydrus), Kurzbezeichnung Hyi,
siehe auch Hydrus
Wasserstoff Leichtestes und häufigstes Element. Es wurde 1766 durch den Engländer Henry Cavendish entdeckt. Normaler Wasserstoff besteht nur aus einem Proton und einem Elektron. Als Isotope des Wasserstoffs treten Deuterium mit einem Neutron und Tritium mit zwei Neutronen auf.
Wasserstoffbrennen Fusion von vier Wasserstoffkernen zu einem Heliumkern. Die Hauptenergiequelle sonnenähnlicher Sterne.
Weisse Zwerge Endstadium in der Entwicklung sonnenählicher Sterne. Es handelt sich um kleine, extrem dichte und heiße Sterne.
Weizsäcker, Carl Friedrich deutscher Physiker (1912- )
West, Richard Martin  
Wendekreis Bei Sommer- und Winteranfang erreicht die Sonne mittags den nördlichsten bzw. südlichsten Punkt ihrer scheinbaren Bahn. An allen Orten mit einer Breite von +23,5 Grad bzw. -23,5  Grad steht die Sonne an diesen Tagen mittags im Zenit. Danach wendet sie und strebt dem anderen Punkt zu. die entsprechenden Breitenkreise heißen Wendekreis.
Whirlpool Galaxie

Anfang Mai kulminiert - zwischen den Sternbildern Bootes, Ursa Maior und Leo gelegen - das unscheinbare Sternbild "Canes Venatici". In ihm befindet sich eine große Anzahl von Galaxien, darunter die berühmte "Whirlpool Galaxie".

Im Messierkatalog unter der Bezeichnung M 51 geführt, besteht diese Galaxie eigentlich aus zwei Teilen, die über eine Art "Lichtbrücke" miteinander verbunden zu sein scheinen. Die größere der beiden Galaxien, die wir mit ihren weit geöffneten Spiralarmen bewundern können, ist uns näher. Die kleinere - weiter von uns entfernt - wird zum Teil von dunklen Staubwoken verdeckt. Man schätzt den Durchmesser von M 51 auf ca. 100.000 Lichtjahre und ihren Abstand zu uns auf 35 Mio. Lichtjahre.

Vor vielen Millionen Jahren haben sich die beiden Galaxien im Weltall vermutlich berührt, sich gegenseitig durchdrungen und somit beeinflusst. Dabei ist es zu Veränderungen gekommen, die wir heute noch erkennen können. Die größere der Galaxien zeigt einen weit nach oben geöffneten Spiralarm, den sie vermutlich diesem Zusammenprall verdankt.

Nicht nur für heutige Amateurastronomen und -fotografen ist diese Galaxie eine Herausforderung, sondern auch in der Geschichte der Astronomie hat M 51 eine wichtige Rolle gespielt.

Lord Rosse, - ein englischer Adeliger - interessierte sich weniger für die Politik, als für den Bau großer Spiegelteleskope. Mit seinem 180 cm "Leviathan von Parsanstown " gelang es ihm, dass damals größte Teleskop zu schaffen. Obwohl der Standort dieses Teleskops so hoch im verregneten Irland denkbar ungünstig war, gelang mit ihm erstmalig die Auflösung der Spiralstruktur von M 51.

Whipple, Fred amerikanischer Astronom (1906- )
Widder Sternbild (lat. Aries), Kurzbezeichung Ari,
siehe auch Aries.
Wilson-Effekt
In der Nähe des Sonnenrandes erscheinen Sonnenflecken in die Sonnenoberfläche eingesenkt. Dies wurde bereits 1769 von Alexander Wilson beschrieben. Er gab auch Erster eine Erklärung des Effekts. Trotzden wurde der Wilson-Effekt bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts oft als optische Täuschung abgetan.
Winkelauflösung
Maßangabe für die Fähigkeit eins Teleskops , benachbarte Punkte zu trennen.
Winkelmaß Sternbild (lat. Norma), Kurzbezeichnung Nor,
siehe auch Norma .
Wolf Sternbild (lat. Lupus), Kurzbezeichnung Lup,
siehe auch Lupus .
Wolf-Rayet-Sterne Sehr heiße, massereiche und leuchtkräftige Sterne. In ihren Spektren treten extrem breite Emissionslinien auf. Sie wurden das erste Mal 1867 von Charles Wolf und Georges Rayet beschrieben.
Wolter, Hans deutscher Physiker (1911-1978)
W-UMa Veränderliche

Bei den W Ursae Majoris Veränderlichen stehen die beiden Komponenten so eng beieinander, dass die Sternform stark elliptisch verformt ist und Materieaustausch stattfindet.

Die Radien der Sterne berühren sich. Die Lichtkurve der W-UMa Veränderlichen ist geprägt von zwei Minimas, welche gleich tief sind und von einem Maxima deutlich unterbrochen wird. Die Perioden liegen immer unter 24 Stunden.

 
 
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